Einleitung

    Einstellungen des Bikes (Wie Du dein Bike am besten abstimmst, damit du sicher und leicht die verschiedenen Techniken lernen kannst, ohne dich dabei zu verletzen)

    Risiko (Welche Risiken es gibt und wie man diese minimiert)

    Schutzausrüstung (Trage immer Helm und Schienbeinschoner)

    Mentales Training (Der Kopf entscheidet oft über Sieg oder Niederlage)


Einstellung des Bikes

    Ausführliche Tipps und Tricks zur Bike-Einstellung gibt's HIER!

    Bevor du anfängst zu trainieren, solltest du sichergehen, dass dein Bike in einem Topzustand ist. Es kann äusserst gefährlich sein, wenn in einem ungünstigen Augenblick ein Teil bricht, der Antrieb durchrutscht oder z.B. die Bremsen versagen.

    Hier die wichtigsten Punkte:

    • Regelmässig alle sicherheitsrelevanten Teile, vor allem Lenker, Vorbau, Rahmen und Gabel auf allfällige Haarrisse kontrollieren. Ein knacksendes Geräusch kann ein Indiz dafür sein.
    • Den Bolzenüberstand der Kettenglieder prüfen. Kette regelmässig ersetzen, bei häufigem Gebrauch mehrmals im Jahr)
    • Billige Freiläufe regelmässig ersetzen. (20-Zoll Bikes)
    • Regelmässig alle Schrauben festziehen, auch mit Schraubensicherung gesicherte Verbindungen können sich lösen.
    • Zur Befestigung von Maguras auf den speziellen Magura-Bremssockeln (an den meisten Trialrahmen und -gabeln) Aluschrauben durch Stahlschrauben ersetzen, Aluschrauben brechen immer mal wieder. Am Hinterrad sind die Belastungen grösser und die Schrauben besonders stark belastet!

    Die Bremsen solltest du mit einem Finger blockieren können und auch immer nur mit einem Finger bedienen. Bremst man mit zwei Fingern, dann kann man den Lenker nicht mehr gut genug festhalten, während man den Bremshebel loslässt (besonders bei Backwheel Hops).

    Den Sattel stellst du möglichst tief, damit er nicht im weg ist. Den Sattel nach hinten zu verstellen bringt noch etwas Beinfreiheit.

    Der Luftdruck sollte möglichst niedrig sein, ohne dass die Reifen oft und stark durchschlagen ("Schlangenbiss" / Englisch: "snake bite") oder von der Felge wegknicken können. Bei 66Kg Körpergewicht und einem 2.25 Zoll ElGato Hinterradreifen fahre ich 1.8 Bar Luftdruck. Vorne genügen mir 1.4 Bar für einen 2 Zoll Reifen. Mit steigendem Fahrkönnen kann der Luftdruck gesenkt werden.

    Die gängige Übersetzung beim einem 26"-Mountainbike ist bei 170mm Kurbeln vorne 22/19 hinten, für manche Fahrtechniken ist 22/17 besser, z.B. beim Tretbunnyhop. Gängige Übersetzungen bei handelsüblichen Trial-Fahrrädern sind 18/12 (20-Zoll), 18/14 (24-Zoll) und 18-15 (26-Zoll). Bei 24-Zoll-Street-Trialbikes findet man etwas schwerere 22/16 (=18/13).

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Risiko

    Da beim Velo-Trial alles im Schrittempo abläuft und man sich "nur" auf sich, das Velo und das Hindernis konzentrieren muss, sind schwere Stürze wegen zu hoher Geschwindigkeit und Massenkollisionen ausgeschlossen. TrialfahrerInnen merken rechtzeitig wenn es brenzlig wird und können abspringen.

    Mit steigendem Können verbessert sich auch die "Sturztechnik": man lernt, auch in verzwickten Situationen elegant vom Rad zu steigen oder nach einem überraschenden Ausrutscher blitzschnell den Fuss vom Pedal zu nehmen.

    Nervosität, z.B. an einem Wettkampf, kann auch der Auslöser für einen Sturz sein. Deshalb ist es besonders wichtig, auch in gefährlichen Situationen die Nerven zu behalten und ruhig zu bleiben

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Schutzausrüstung

    Kopfschutz ist Pflicht! Heute sind Helmträger nicht mehr die mitleidig belächelten, übervorsichtigen Velofahrer. Auch ein exzellenter Fahrer kann einmal einen Fehler machen. Oder es rutscht in einem ungünstigen Moment die Kette oder der Freilauf durch. In solchen unvorhergesehenen Situationen fällt man schnell einmal auf den Kopf.
    Sei ein Vorbild sowohl für Kinder als auch für den Trialsport selbst. Oder willst du, dass die Leute denken, wir seien ein Haufen halsbrecherischer Draufgänger, ohne Respekt vor dem Leben?

    Knie- und Schienbeinschutz! Wer sie nicht trägt, bereut es früher oder später! Meiner Meinung nach sind sie fast genauso wichtig wie die Nussschale. Gerade Anfänger rutschen ständig von den Pedalen... und rammen sich nicht selten das Pedal voll ins Schienbein oder ins Knie. Ich selbst musste es etliche Male selbst erleben, um vernünftig zu werden.

    Richtige Selbsteinschätzung ist ein sehr wichtiger Punkt. Versuche dich nicht an zu grossen Hindernissen oder Sprüngen, bevor du nicht die Grundlagen perfekt beherrschst. Lerne die Techniken zuerst nahe am Boden und nicht gleich in schwindelerregender Höhe. Egal wie krasse Stunts du machst: Solange du die Grundlagen nicht richtig beherrschst, wirst du kein guter Fahrer sein! Eins nach dem anderen...

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Mentales Training

    Oft siegt nicht der Fahrer mit der besten Fahrtechnik, sondern derjenige, der mental am stärksten ist.

    Die Angst ist wichtig. Sie hilft, eine Situation richtig einzuschätzen und wenn nötig, auf einen zu gefährlichen Stunt zu verzichten. Hans "No Way" Reys Lebensmotto: "Wenn ich keine Angst mehr habe, dann bin ich tot!". Trotzdem muss man versuchen, die Angst im Hintergrund zu behalten. Wenn nämlich das Adrenalin in die Adern schiesst, ist es meistens schon zu spät. Man wird nervös, zittert, macht bestimmt einen dummen Fehler und verletzt sich womöglich.

    Im Wettkampf musst du versuchen, ruhig zu bleiben. Du konzentrierst dich nur auf dich und die Sektion, sodass du auch die vielen Zuschauer gar nicht mehr wahrnimmst. Oder aber, was mir besonders gut geholfen hat: Benutze die Anwesenheit der Schaulustigen dazu, um eine besonders gute Leistung abliefern zu wollen; Nun bist du bereit, dich darauf zu konzentrieren, was zu tun ist!

    Vergleiche während des Wettkampfes nicht deine Punktzahl mit der deiner Mitstreiter. Das könnte dich zusätzlich nervös machen.

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