Rückwärts Fahren

Diese Technik kann nützlich sein, wenn man z.B. in einer schmalen Sektion ein Hindernis nicht schafft und möglichst schnell nochmals ganz hinten Anlauf holen muss.

Am Bike gibt es natürlich keinen Rückwärtsgang! Folglich muss man mit Schwung arbeiten, sich also vom Vorderrad nach hinten abstossen.
Das geht besonders gut folgendermassen:

  • Du fährst langsam gerade aus.
  • Nun ziehst du die Vorderradbremse und bewegst gleichzeitig deinen Schwerpunkt nach vorne, damit das Hinterrad etwas hochkommt (muss nicht unbedingt).
  • Du bringst den Oberkörper nahe an den Lenker und während das Hinterrad wieder runterkommt, stösst du dich mit den Armen vom Vorderrad aus nach hinten ab.
  • Sobald das Hinterrad wieder unten ist, löst du die Bremse los und fängst an, rückwärts zu treten (sonst blockiert der Freilauf).
  • Wenn du jetzt das Gleichgewicht z.B. nach links verlierst, schlägst du den Lenker ein Wenig nach rechts ein, steuerst also genau andersrum.
    Wichtig: Wenn du deinen Gewicht weiter nach vorne über den Lenker bringst, dann sind die Steuerbewegungen viel wirksamer.
  • Eigentlich darfst du immer nur ganz kleine Steuerbewegungen machen. Wenn du nämlich z.B. stark nach links fällst und dafür den Lenker ebenso stark nach rechts einschlägst, dann machst du eine grosse Kurve nach hinten rechts statt links! Du musst also immer schön im Gleichgewicht bleiben!
  • Wenn du die Balance beim Rückwärtsfahren einmal verlierst, machst du einfach einen kleinen Bunnyhop zur Seite mit beiden Rädern gleichzeitig. Aber Achtung: auch hier rückwärts treten!
  • Nutze auch die Knie zum ausballancieren: Wenn du nach rechts fällst, streckst du das linke Knie nach aussen!

Auch hier gilt natürlich: Übung macht hier den Meister!